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DünenSilhouette

In Anlehnung an Landschaft

Das Augustdorfer Dünenfeld. Eine besondere Landschaft, voller Kontraste und Widersprüche. Ein Landschaftsraum, der seine Besonderheiten eher versteckt als offenbart und der lang schon da war, bevor der Mensch in der Lage war, diesen Ort überhaupt als Landschaft wahrzunehmen. Die Nutzung des Sandes und die Plaggenwirtschaft haben vielfältige Spuren hinterlassen und eine Kulturlandschaft entstehen lassen, die mancherorts an romantische Postkarten erinnert und so die Ausbeutung durch den Menschen fast vergessen macht. Die Nutzung der Stapelager Senne als militärische Übungsfläche dagegen prägt die Landschaft bis heute und Manöver hinterlassen immer wieder Spuren im Sand. Hier, an der Grenze zum Truppenübungsplatz ist einer der spannungsvollsten Orte des Augustdorfer Dünenfeldes. Es ist nicht nur der Reiz des Verbotenen und Andersartigen, der spürbar ist, denn der Truppenübungsplatz ist nicht zugänglich. Hier kommen die verschiedenen Gesichter der Sennelandschaft, die nicht nur eigene Geschichten erzählen, sondern den Landschaftsraum in seiner Komplexität und großräumigen Einbindung erkennbar machen, zusammen. Die Landschaftsidylle des Augustdorfer Dünenfeldes trifft auf die monofunktional definierte Landschaftsnutzung durch das Militär. Kulturlandschaft mit tradierten Landschaftsbildern grenzt an einen Landschaftsraum, dessen Ästhetik ebenso doppeldeutig wie faszinierend ist, der Truppenübungsplatz. Und noch ein Weiteres ist nur hier, an diesem Ort erfahrbar. Doch um dies zu erkennen, bedarf es eines Perspektivwechsels, einer Veränderung des Horizontes: Die DünenSilhouette. Denn erst, wenn man einen Überblick erhält, eröffnet sich die Gesamtgestalt des Landschaftsraumes Augustdorfer Dünenfeld. Erst dann wird die Weite der Dünen, die am Horizont von den bewaldeten Bergrücken des Teutoburger Waldes eingefangen wird, deutlich. Topographisch höher gelegene Punkte zu ersteigen, diese sich anzueignen und zu erfahren, gehört zu den archetypischen Verhaltensweisen des Menschen. Es ist nicht nur der Wunsch mehr zu sehen, einen Überblick zu erhalten, sondern auch der Wunsch über sich hinauszuwachsen. Dem Himmel etwas näher zu sein, die Landschaft zu Füßen, ist eine alte Paradiessehnsucht, die sich auch in unserem Wunsch in der Landschaft zu sein, widerspiegelt.

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